Herzlich willkommen bei Culinary Routes!

Wir sind eine Gruppe von Freunden, die seit vielen Jahren in Berlin leben und gerne essen gehen. Beileibe keine professionellen Restaurantkritiker, aber wir lieben gute Küche und jeder ist willkommen von unseren Restauranterlebnissen zu profitieren.

Unser Blog ist für alle, die sich bei der Auswahl eines Restaurants nicht auf Lonely Planet, Timeout, Tripadvisor oder irgendein Glamour Magazin verlassen wollen, sondern Tipps von Leuten vor Ort schätzen. Von Döner Bude bis hin zum Michelin Stern gekrönten Chef ist alles dabei. Quer durch alle Bezirke und in Zukunft auch ein bisschen Umland.

Unser Preis-Ranking für ein Getränk + Hauptgericht: € < 10 Euro //  €€ < 30 Euro //  €€€ < 50 Euro //  €€€€ 50+

Und jetzt: Guten Appetit  –  Eure Saskia Sánchez!!

P.S.: Da Spanien quasi meine zweite Heimat ist, gibt’s dazu auch ein paar Infos.

Postleitzahlen Rally: 10589 Mierendorffinsel – coffee meer

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Dieses Mal gibt es ein Heimspiel: 10589 ist Saskias (Wahl)Heimat. Diese Postleitzahl ist klar abgegrenzt – die Mierendorffinsel in Charlottenburg. Das gesamte kulturelle Leben dreht sich hier um den Mierendorffplatz. Samstag war auch gerade Markttag. Der Markt ist nicht mehr so groß wie früher. Es gibt aber noch einen großen Gemüse-Stand, der vor allem viele Kartoffelsorten bietet, dann die nette Käse-Verkäuferin, die uns immer mit kleinen… nein, eigentlich sogar sehr großen Extras verwöhnt – ich frage mich, ob das daran liegt, dass wir öfter bei ihrem Mann auf dem Karl-August-Platz sind und die beiden jetzt um uns werben… na vielleicht auch nicht.

Weitere feste Instanz: neben der immer etwas unaufgeräumten Tauschbox steht direkt in der Mitte des Platzes eine alte Telefonzelle mit Solar-Dach. Die Bücherboxx zum Tausch von Lesematerial wird ordentlich gepflegt, jeden Samstag treffen

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Postleitzahlen Rally: 10709 – Markt pur

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Berlin, so voll mit großartigen Lokalen, Sehenswürdigkeiten und natürlich Cafés. Wenn wir einen Tag mit Nichtstun verbringen wollen (tolles Hobby!), dann geht es oft in ins Lisboa beim Karl August Platz oder zu den netten Griechinnen an Schlossplatz Charlottenburg. Heute nicht, wir wollen etwas neues ausprobieren. Weg mit TripAdvisor und Google Maps, wir würfeln Postleitzahlen! Ja, genau, wir haben uns die Berliner Postleitzahlen rausgesucht, die äußersten weggeworfen und dann gewürfelt. Zu Saskias Glück kam nicht Marzahn raus, sondern 10709 Halensee, südwestlich vom Adenauerplatz. Die Mission: ein schönes Café finden und vielleicht noch etwas über die Gegend recherchieren. Gut, bei letzterem hatte Wikipedia nicht allzu viel zu bieten. Zwei Kirchen, die Schaubühne in einem besonderen Wohnviertel und ein etwas abgeranztes Stück Ku’damm.

Als Cafégegend haben wir schnell das westliche Ende der Westfälischen Straße ausgemacht. Das Café MetroPolen bietet

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Kiez Rösterei – nur für Afficionados

Kiez Roesterei

Stefan Brachts Leidenschaft ist Kaffee und in seinem Laden in Kreuzberg bekommt man eine ziemlich gute Idee davon, dass zu einem Kaffee Afficionado weitaus mehr dazu gehört als nur eine gute Tasse zu brühen. Hier kann man zwischen 24 Kaffeesorten wählen, ob man ihn gefiltert, gebrüht oder im Syphon hergestellt haben möchte. Serviert in einem Becher, Tasse, Glas… Wenn man keine genaue Idee hat was man probieren möchte, lässt man ihn am besten beraten. Als wir da waren hat er sich viel Zeit genommen die Methoden und die am besten dafür geeigneten Bohnen zu erklären. Das Ergebnis: Ein Kaffee aus panamesischen Bohnen, die stark nach Schokolade rochen, mit dem Syphon hergestellt und später in einer Glaskaraffe serviert. Ein bisschen dünn, wie Tee, aber sehr aromatisch. Das hat sich gelohnt.

Und übrigens: Seine Partnerin und er haben auch sehr leckere Kuchen und Kekse.


Kiez Rösterei
kiezroesterei.de
Gneisenaustr. 68 / Kreuzberg
U-Bhf Gneisenaustr.

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Herz & Niere – Ein vielversprechender Auftakt

Herz und Niere

Die Frage „Was wird’s denn geben?“, wird von den frischgebackenen Eheleuten mit Schulterzucken beantwortet. „Keine Ahnung, aber es wird schon gut sein.“ Ein mutiger Einstieg in die Ehe finden viele, so ein Überraschungshochzeitsmenue für 20 Personen, aber wer Christoph Hauser, den Koch, und Michael Köhler, seines Zeichens Sommelier, kennt, muss keinen Mut aufbringen, nur Vertrauen. Ich kenne Christoph schon aus seiner früheren Wirkungsstätte, wo er unter vielen köstlichen Dingen mit einem vor x-Jahren angesetztem Sauerteig ein grandioses Brot auf den Tisch brachte und mich mit einer äußerst sämig gekochten Fischsuppe ein bisschen abhängig machte. Im niegelnagelneuen (erst vor zwei Tagen eröffneten Laden!) will man nun ein Konzept umsetzen, bei dem wirklich alles Essbare vom Tier auf den Tisch kommen soll, nicht nur die Filetstücke. Und so essen wir uns an zwei großen Tafeln durch die halbe Karte. Blutwurst nicht in Scheiben, sondern ohne Darm locker und luftig

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Renger-Patzsch – Österreichischer Charme

REnger

Ein großer Raum, dunkles Holz, schwarz/weiß Bilder von Hopfenfeldern, Weinreben…

Die Kellner lächelnd, sympathisch mit dunklen Schürzen sehr professionell aussehend und perfekt ins Ambiente passend.  Es ist die Adventszeit und das Renger-Patzsch platzt fast aus allen Nähten, aber da die Decke sehr hoch ist, hat man nicht das Gefühl es würde einem an Platz fehlen. Die Klientel besteht hauptsächlich aus Männern in dunklen Anzügen, offensichtlich ist dies ein beliebter Ort  für Bankangestellte um Weihnachtsfeiern auszurichten.  Auch wir sind in großer Gruppe angereist und werden, trotz des ausverkauften Hauses, wunderbar umsorgt. Die Wartezeit zwischen den einzelnen Gängen ist recht lang, aber das Restaurant wurde auch mit einem Schlag voll, und da unsere Gläser regelmässig mit einem blumig, frischen Weißburgunder aus Baden gefüllt werden oder mit einem trockenen, barriquegereiften Montalcino aus der Toskana, überbrücken wir die Wartezeit sehr gut. Das Essen

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Osteria Sippy – erster Versuch

Sippy

Ich mach es kurz: Es ist WM Spiel Tag und Italien hat gerade gegen Costa Rica verloren. Nicht gerade der richtige Tag einen Italiener auszuprobieren, aber unsere Freunde schwärmten und freitags sollte es hier immer italienische Live-Musik geben.

Heute nicht, denn heute gilt die ganze sehr laute Aufmerksamkeit dem WM Beamer.

Die Kellner sind unaufmerksam, die Küche auch nicht so ganz auf dem Posten… Rundum: Wir werden wohl mal wiederkommen müssen, denn heute hat uns der Einstand nicht überzeugt. Vorspeiseteller o.k., aber nichts wirklich dolles, mein Heilbutt nicht als Filet, sondern einfach drei Scheiben davon, voller Gräten, zu weich und nervig zu essen, das riesige Kalbskotelett zu früh vom Grill genommen, die Mitte noch so roh, dass die Messer das Fleisch kaum schneiden können…

Also, wir versuchen es ein zweites Mal nach der WM.

€€
Osteria Sippy
www.sippy-osteria.com
Sanderstr. 10 a /Neukölln
U-Bhf Schönleinstrasse

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Basim – Bitte lächeln

Basim

„Für mich das am meisten unterschätzte Restaurant im Kiez“, sagt ein Journalist in seiner Kolumne. Sein Kommentar in der Berliner Zeitung macht neugierig und prompt schlagen wir wenig später mehr aus Zufall dort auf. Die Inneinrichtung ist reduziert aufs Wesentliche. Helle Holztische, heller Boden, Stühle mit bequemen Kissen darauf, die Dekoration sind dicke Kerzen. Das Licht verbreitet eine schöne warme Stimmung und lässt einen doch sehr gut erkennen was auf dem Teller liegt.  Der Koch Basim Badr ist offensichtlich kein Berliner und das tut der regionalen, saisonalen Küche sehr gut, denn es gibt ihr den speziellen Kick. Die Speisekarte liest sich interessant. Wir entschließen uns für Weinbergschnecken, Kalbsschnitzel‚ eine Käseplatte und ein Dessert. Die Schnecken sind ‚enthaust’, in einem feinen Kräutersud gekocht und haben genau die richtige Konsistenz, sind nicht gummi und nicht zu durch – perfekt. Das Kalbschnitzel hätte kein Österreicher besser machen

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Vai Mo – einfach nur gut essen

vaimo

Den Laden kenne ich schon lange, war jetzt eine Weile nicht da, aber nach einem halben Tag im Prenzlauer Berg ist er genau richtig, um unprätentiös, ohne chichi, zu essen.

So 16-20 Gäste passen in den kleinen Raum, vorreservieren sollte man und so manch ein ‚Vai Mo? Ich komm doch noch vorbei!’ Nachzügler bekommt vielleicht keinen Stuhl mehr. Nun denn. Die Karte bietet wechselnde Spezialitäten aus Oberitalien, wir bestellen vorweg Oliven und eingelegtes Gemüse, bekommen dazu selbst gebackenes helles und dunkles Brot und goldgelbes Olivenöl gereicht. Fängt gut an. Als Hauptspeise entscheiden wir uns für Perlhuhnbrust mit Saisongemüse, Spaghetti mit Oktopus und grünem Spargel, Tagliatelle mit Rinderragout. Als Nachspeise Panna Cotta mit karamelisierten Mandeln. Ich beschreibe das Essen gar nicht groß, die Pasta war perfekt gekocht, alles wurde bis auf den letzten Krümel verputzt und dazu gab es einen sehr trinkbaren….

Ein runder Abend, bei dem man beschwingt das Lokal

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Baba Angora – Türkisch für Fortgeschrittene

angoralogo

Mein Schweizer Besuch möchte essen gehen, gerne was südländisches, nix asiatisches.

Es ist Sonntag, früher Nachmittag, viele Tische sind (wieder?) frei. Das Interieur ist gediegen und ansprechend, an den Wänden hängen Nachbildungen aus Stein von alten Reliefs. Die beiden jungen Kellner tragen schicke weiße Schürzen und wirken nicht nur professionell, sind es auch. Wir gucken interessiert auf die Teller der Nachbartische und sind animiert sehr viel zu probieren. Es kommt frisch gebackenes, ‚aufgeblasenes’ Brot mit Sesam auf einem Holzbrett, dazu Kräuterbutter und krümeligem, leicht salzigen Dorfkäse. Unsere warmen und kalten Vorspeisen bringt der Kellner auf kleinen Tellern angerichtet auf einem Tablett. Alles sieht sehr appetitlich und hübsch aus und wir reissen große Stücke von dem ofenwarmen Brot und streichen fein gewürzten Joghurt darauf, pürierten Spinat mit Knoblauchjogurt und kleinen Haselnussstückchen, scharfes Peperonipüree mit Tomaten und Zwieben, Humus

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Frau Bäckerin – Bitte niederlassen

frau baeckerin

Unsere Café-Entdeckung liegt ein bisschen versteckt in zweiter Reihe, wunderbar ruhig mit Blick in einen kleinen Park. Die Tische auf der Aussenterrasse stehen unter riesigen Kastanien, lauschig und schattig. Das Café in der Villa Oppenheim ist seit November 2012 geöffnet. Aufgrund von Denkmalschutzauflagen des Hauses können die Inhaber leider nicht viel Reklame am Haus anbringen, deshalb muss man schon wissen, dass es hier diese kleine Oase gibt. So ist es noch ein Geheimtipp.

Innen ist das Café mit viel Holz eingerichtet, das Ambiente ist luftig und hell, aber auch gemütlich. Auf den Tischen stehen kleine Blumentöpfe, die Tischnummern sind mit Kreide auf schwarze Schiefertafeln geschrieben, hier hat sich mal jemand etwas mehr Mühe gegeben und man hat gleich den Eindruck: Hier wird sich gekümmert. Und das tut das Servicepersonal auch. Die beiden jungen Mädchen die draussen bedienen sind sehr aufmerksam und flott.

Auf der Karte wird angeboten was man von einem Café mit diesem

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