Mariona – Die Katalanen sind die besten

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Großartig!!! Damit ist nicht viel, aber doch alles gesagt. Der Laden ist klein, unscheinbar und immer voll. Die Karte überschaubar und jeden Tag neu. Es kommt auf den Tisch, was Josep morgens auf dem Markt entdeckt und als gut befindet. Daraus werden so ein gutes Dutzend Vorspeisen, ein paar Hauptgerichte und zwei, drei Desserts kreiert. Mehr braucht es auch nicht, denn hier können sich die Köche wirklich austoben und die ganze Klaviatur der hervorragenden katalanischen Küche spielen. Die Getränkekarte ist übersichtlich, aber die Weine gut gewählt. Die Bedienung hat Ahnung (hurra!), ist aufmerksam und flott. Wir sind zum wiederholten Male in großer Runde und um das schwere Abwägen, was man denn eigentlich so essen möchte, auszuhebeln, bestellen wir einfach alle Vorspeisen (heute sind es 14) und probieren der Reihe nach durch.

Vorab gibt es Cava, Oliven und selbstgebackenes Brot mit Meersalz und dann kommen nach und nach:

Ochsenbacken auf Kichererbsenpüree, Thunfischcarpaccio

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Tavernaki – schade drum

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Die Ecke ist keine Laufgegend. Hier hofft man auf die umliegenden Anwohner und das sich mal ein Tourist verläuft, der den Weg zum Charlottenburger Schloß nicht findet. Wer hier ein Restaurant eröffnet muss was bieten, damit die Leute regelmässig kommen. Ich war voller Hoffnung, als sich nach Wochen des Leerstands jemand entschloß frischen Wind in die Gastroszene zu bringen. Endlich mal wieder ein Grieche. Die Inneneinrichtung ist übersichtlich, nicht überladen, ein paar rustikale Holztische und die für Griechenland so üblichen geflochtenen schmalen Stühle, deren Ecken einem nach einer Weile in die Beine drücken. Auf einem Regal an der Wand ein paar griechische Produkte, die man demnächst direkt hier kaufen kann. Soweit so gut, es lässt sich ganz ordentlich an. Mit den Speisekarten wird sofort ein Ouzo gereicht. Aha, ein kleiner Willkommensgruß. Draußen an der Tafel werden gegrillte Dorade und Wolfsbarsch angeboten, sowie Kalbsleber. Auf der Karte stehen weitere ca. 100

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Mar y Sol – kein Meer in Sicht und totale Sonnenfinsternis

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O.k., die Lage ist schön, direkt am Savignyplatz, mit großer, begrünter Außenterasse. Vor Jahren war ich mal hier und hatte eine mäßige Fischsuppe gegessen, dann ein weiterer Besuch, der mir als vertan im Gedächtnis geblieben ist, aber nun bin ich eingeladen und da der Laden immer voll ist, wenn ich mal dran vorbeifahre, bin ich gespannt. Die Flasche Wein ist kühl und wird im Kühlbehälter am Tisch serviert. Die Gläser sind gute Qualität. Das war’s dann aber auch. Alles andere ist eher erschreckend. Das Mädchen, welches uns draußen an dem völlig verklebten Holztisch bedient, hat Spanien wohl noch nie selbst gesehen und auch die Speisekarte ist ihr nicht sooooo geläufig. Nun denn. Wir bestellen die üblichen Tapas, die jede spanische Hausfrau aus dem Effeff beherrscht. Außergewöhnliche hat die Karte auch nicht zu bieten. Geschmortes Hähnchen mit Knoblauch (total zerkocht, das Fleisch fiel vom Knochen und letztere mussten mühselig rausgepult werden), Ziegenfrischkäse

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Wonderpots – nix Wunder

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Nach einer langweiligen Chili-Bratwurst und pappigen Pommes im TexMex nebenan, brauchten wir noch etwas Süßes. Vorzugsweise Indoor, da die Züge in der Friedrichstr. irgendwann doch einfach nerven, trotz der schönen Sonne. Die Filiale von Wonderpots (eine von dreien in Berlin) kam da genau richtig.

Stylish-gemütliche Optik, Gesellschaftsspiele im Regal, eine motivierte Bedienung und die große Auswahl an Toppings sprachen uns gleich an. Der Klassiker ist hier wohl eine mittlere Portion Frozen Yogurt mit drei Toppings für 4,50 EUR. Doch bei der schillernden Auslage fiel die Entscheidung schwer. Darum bekamen wir erstmal einen großzügigen Fingerhut auf die Hand. Irgendwann hatten unsere Gehirne dann erfolgreich alle Geschmackskombinationen durchgespielt und sich in meinem Fall für eine Kombi aus Kalter Hund, Apfelkompott und Bounty entschieden. Bei meiner Begleitung wurden es ebenfalls Kalter Hund (ja, wir kommen beide ausm Osten…) und dazu Karamel Toffee sowie Himbeere (glaub

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Mr. Minsch – hier wird durchgereicht

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Die Frauen und Männer des Mister Minsch lieben ihre Kuchen. Darum wohl pflastern sie beide großen Schaufenster mit ihren Kunstwerken. Ich stehe derweil draußen und darf mir mein Objekt der Kalorien-Begierde aussuchen. Während drinnen gut sichtbar neue Wunder gebacken werden, bekommt der Kunde seinen Kuchen durch die Ladenluke gereicht. To go oder für einen der meist belegten Sitzplätze vor dem Haus. Marzipan, Frucht, Schokolade, Eierlikör – jedes Stück sieht prächtig aus, ist ordentlich groß (selbst für meine Verhältnisse… *räusper*) und kostet konsequent nur 3 EUR. Am Wochenende und bei Sonnenschein bildet sich leider eine längere Schlange vor der kleinen Durchreiche. Das scheint hier in der Ecke so üblich zu sein…

Aktuell: Hurra, jetzt kann man auch drinnen sitzen, Mr. Minsch hat sich vergrößert. Jetzt können Herbst und Winter kommen.


Mr. Minsch >> Facebook
Yorckstraße 15 / Kreuzberg
U Mehringdamm

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Ars vivendi – die etwas fragwürdige Lebenskunst

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Der Name Ars Vivendi – zu Deutsch Lebenskunst – klingt vielversprechend, vor allem, wenn es sich um einen Italiener handelt. Mit entsprechend hohen Erwartungen betreten wir an einem Freitagmittag das Lokal in der Holsteinischen Straße in Wilmersdorf. Die Einrichtung ist unprätentiös, an rotkarierten Tischdecken sitzen einige Zeitung lesende Herren, Paare und andere Gäste, bei denen es sich offensichtlich überwiegend um Stammkunden handelt. Blickfang ist die opulente Vitrine, die das Repertoire der Küche zur Schau stellt: eine große Auswahl an Antipasti, Käse- und Wurstspezialitäten und das, was das Ars Vivendi besonders auszeichnet – die hausgemachte Pasta. Ob Spaghetti, Tagliatelle, Ravioli mit Ricotta- und Steinpilz- oder Zucchini-Füllung – alles wird an Ort und Stelle gemacht. Davon zeugt eine entsprechende Maschine im Nebenraum, die der Wirt auch zeitweise betätigt. Soweit wirkt alles einladend. Und auch die überschaubaren Tafel mit den Tagesgerichten – eine

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Toca Rouge – Enttäuschung gefällig?

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Total gehypt und überbewertet. Das Interieur ist extravagant, ja, aber mehr auch nicht. Die Tische sind klein, zu zweit mehrere Vorspeisen probieren, würde ein Platzproblem bedeuten. Ausserdem sähe man teilweise nix mehr, da die LED Lampe nur sehr gezielt einen Kegel Licht auf den Tisch wirft – groß genug für 2 Teller und 2 Gläser. Die Speisen haben lustige Namen wie Making Sense, Seven Seconds, Mao’s Darling, A Better Tomorrow… Wir probieren Pretty Woman, Kohlrabi und Streifen vom Huhn in Honig Fisch Sauce, was sich als sehr langweilig schmeckend entpuppt, gäbe es nicht 3-4 Chilistückchen dazwischen. Mein Bruder isst Spider Beef, Roastbeef in scharfer Koriandersauce, was o.k. ist, als Hauptgericht gibt’s Long Life, Mandarinnudeln mit zu kurz frittierten Hühnchenstücken und einer zu sauren Sesam-Knoblauch Sauce und Chop Chop, so klein gefitzeltes Lamm, dass man das unter all der Minzsauce nicht mehr schmecken kann. Nee Leute, so nicht. Dann wird es halt

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Spreegold – frisch vom Tresen

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Im angesagten Bötzowviertel gibt es so viele Cafés und Restaurants, dass man den Überblick verlieren kann und gar nicht mehr weiss, in welches man jetzt gehen soll. Rein ins Spreegold! Die Wahl wird man nicht bereuen. Direkt im Eingang beginnt der Tresen mit köstlichen Sandwiches und Kuchen. Gleich dran die offene Küche, in der jedes Gericht frisch zubereitet wird. Die Karte offeriert eine große Auswahl an Sandwiches, Pastagerichten, Suppen, Salaten, dazu frisch gepresste Säfte, feine Kaffeesorten und ein Sortiment an Weinen. Es ist früher Nachmittag und während wir auf das Essen warten, lassen wir uns Tee und hausgemachte Limonade schmecken. Die Teller sind appetitlich angerichtet und die Portinen ordentlich. Das Lemon Black Pepper Sandwich mit Avocado, Zitrone und Hühnchenbrust ist noch am schnellsten aufgegessen, für Pasta mit ofengebackenem Gemüse und Hähnchen sowie die Hühnersuppe brauchen wir länger und für Letztere nehme ich sogar eine Gabel zu Hilfe, weil die

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Sudaka – lieber Sudoku…

sudaka

Nicht nur das Oberhaupt der Katholischen Kirche stammt aus Buenos Aires, sondern auch der Chef eines – noch relativ – neuen, aber schon ordentlich gehypten Restaurants in Berlin-Schöneberg: Eduardo Andrés Lopez, der sich in den letzten Jahren in Portugal und Berlin den nicht ganz unprätentiösen Koch-Künstlernamen Chakall gemacht hat. Und wie der Papst ist er an einer besonderen Kopfbedeckung zu erkennen – dem Turban, der offensichtlich das Kosmopolitische an seiner Vita unterstreichen soll. Sein Lokal in der Goltzstraße hat Chakall augenzwinkernd Sudaka genannt, was im Spanischen die abschätzige Bezeichnung für einen Südamerikaner ist und in etwa unserem Kanacke entspricht. Hier steht es für einen Crossover der lateinamerikanischen Küchen von Feuerland bis zum Machu Picchu.

Der scheint gut anzukommen. Am Wochenende bleibt hier in den großzügigen Räumlichkeiten mit den unverputzten Ziegelsteinen kein Tisch frei, ohne Reservierung geht gar nichts. Ganz anders am Montag

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Lavanderia Vecchia – Frisch gestärkt in Neukölln

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Die Flughafenstraße ist eine verkehrsreiche Straße in Neukölln, kein gemütlicher Ort. Kleingewerbe ist hier zuhause, und es sieht auch eher nach Arbeit aus, als wir in den zweiten Hinterhof kommen und das Lokal betreten. Ob draußen im Eingangsbereich oder drinnen – überall baumeln Wäschestücke von der Decke, karierte Küchenhandtücher und weiße, altmodisch bestickte Tischdecken – als hätte sie gerade jemand zum Trocknen auf die Leine gehängt. Wie das wohl in früheren Zeiten in der Lavanderia Vecchia, der alten Wäscherei, auch oft genug geschah. Doch macht sich das erstaunlich gut als Dekoration in dem rohverputzten Raum mit den Wänden aus Ziegelsteinen, der ansonsten mit den Holztischen (ohne Tischdecken!) allzu viel Werkstattcharakter hätte. Unkonventionell wie die Räumlichkeiten ist das Konzept der Küche: Noch bevor man sich einen Platz gesucht hat, muss man am Eingang Speis und Trank bezahlen und es stellt sich die Frage: Soll es das ganze Mittagsmenü mit drei

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