Postleitzahlen Rally: 10709 – Markt pur

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Berlin, so voll mit großartigen Lokalen, Sehenswürdigkeiten und natürlich Cafés. Wenn wir einen Tag mit Nichtstun verbringen wollen (tolles Hobby!), dann geht es oft in ins Lisboa beim Karl August Platz oder zu den netten Griechinnen an Schlossplatz Charlottenburg. Heute nicht, wir wollen etwas neues ausprobieren. Weg mit TripAdvisor und Google Maps, wir würfeln Postleitzahlen! Ja, genau, wir haben uns die Berliner Postleitzahlen rausgesucht, die äußersten weggeworfen und dann gewürfelt. Zu Saskias Glück kam nicht Marzahn raus, sondern 10709 Halensee, südwestlich vom Adenauerplatz. Die Mission: ein schönes Café finden und vielleicht noch etwas über die Gegend recherchieren. Gut, bei letzterem hatte Wikipedia nicht allzu viel zu bieten. Zwei Kirchen, die Schaubühne in einem besonderen Wohnviertel und ein etwas abgeranztes Stück Ku’damm.

Als Cafégegend haben wir schnell das westliche Ende der Westfälischen Straße ausgemacht. Das Café MetroPolen bietet

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Herz & Niere – Ein vielversprechender Auftakt

Herz und Niere

Die Frage „Was wird’s denn geben?“, wird von den frischgebackenen Eheleuten mit Schulterzucken beantwortet. „Keine Ahnung, aber es wird schon gut sein.“ Ein mutiger Einstieg in die Ehe finden viele, so ein Überraschungshochzeitsmenue für 20 Personen, aber wer Christoph Hauser, den Koch, und Michael Köhler, seines Zeichens Sommelier, kennt, muss keinen Mut aufbringen, nur Vertrauen. Ich kenne Christoph schon aus seiner früheren Wirkungsstätte, wo er unter vielen köstlichen Dingen mit einem vor x-Jahren angesetztem Sauerteig ein grandioses Brot auf den Tisch brachte und mich mit einer äußerst sämig gekochten Fischsuppe ein bisschen abhängig machte. Im niegelnagelneuen (erst vor zwei Tagen eröffneten Laden!) will man nun ein Konzept umsetzen, bei dem wirklich alles Essbare vom Tier auf den Tisch kommen soll, nicht nur die Filetstücke. Und so essen wir uns an zwei großen Tafeln durch die halbe Karte. Blutwurst nicht in Scheiben, sondern ohne Darm locker und luftig

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Renger-Patzsch – Österreichischer Charme

REnger

Ein großer Raum, dunkles Holz, schwarz/weiß Bilder von Hopfenfeldern, Weinreben…

Die Kellner lächelnd, sympathisch mit dunklen Schürzen sehr professionell aussehend und perfekt ins Ambiente passend.  Es ist die Adventszeit und das Renger-Patzsch platzt fast aus allen Nähten, aber da die Decke sehr hoch ist, hat man nicht das Gefühl es würde einem an Platz fehlen. Die Klientel besteht hauptsächlich aus Männern in dunklen Anzügen, offensichtlich ist dies ein beliebter Ort  für Bankangestellte um Weihnachtsfeiern auszurichten.  Auch wir sind in großer Gruppe angereist und werden, trotz des ausverkauften Hauses, wunderbar umsorgt. Die Wartezeit zwischen den einzelnen Gängen ist recht lang, aber das Restaurant wurde auch mit einem Schlag voll, und da unsere Gläser regelmässig mit einem blumig, frischen Weißburgunder aus Baden gefüllt werden oder mit einem trockenen, barriquegereiften Montalcino aus der Toskana, überbrücken wir die Wartezeit sehr gut. Das Essen

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Osteria Sippy – erster Versuch

Sippy

Ich mach es kurz: Es ist WM Spiel Tag und Italien hat gerade gegen Costa Rica verloren. Nicht gerade der richtige Tag einen Italiener auszuprobieren, aber unsere Freunde schwärmten und freitags sollte es hier immer italienische Live-Musik geben.

Heute nicht, denn heute gilt die ganze sehr laute Aufmerksamkeit dem WM Beamer.

Die Kellner sind unaufmerksam, die Küche auch nicht so ganz auf dem Posten… Rundum: Wir werden wohl mal wiederkommen müssen, denn heute hat uns der Einstand nicht überzeugt. Vorspeiseteller o.k., aber nichts wirklich dolles, mein Heilbutt nicht als Filet, sondern einfach drei Scheiben davon, voller Gräten, zu weich und nervig zu essen, das riesige Kalbskotelett zu früh vom Grill genommen, die Mitte noch so roh, dass die Messer das Fleisch kaum schneiden können…

Also, wir versuchen es ein zweites Mal nach der WM.

€€
Osteria Sippy
www.sippy-osteria.com
Sanderstr. 10 a /Neukölln
U-Bhf Schönleinstrasse

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Basim – Bitte lächeln

Basim

„Für mich das am meisten unterschätzte Restaurant im Kiez“, sagt ein Journalist in seiner Kolumne. Sein Kommentar in der Berliner Zeitung macht neugierig und prompt schlagen wir wenig später mehr aus Zufall dort auf. Die Inneinrichtung ist reduziert aufs Wesentliche. Helle Holztische, heller Boden, Stühle mit bequemen Kissen darauf, die Dekoration sind dicke Kerzen. Das Licht verbreitet eine schöne warme Stimmung und lässt einen doch sehr gut erkennen was auf dem Teller liegt.  Der Koch Basim Badr ist offensichtlich kein Berliner und das tut der regionalen, saisonalen Küche sehr gut, denn es gibt ihr den speziellen Kick. Die Speisekarte liest sich interessant. Wir entschließen uns für Weinbergschnecken, Kalbsschnitzel‚ eine Käseplatte und ein Dessert. Die Schnecken sind ‚enthaust’, in einem feinen Kräutersud gekocht und haben genau die richtige Konsistenz, sind nicht gummi und nicht zu durch – perfekt. Das Kalbschnitzel hätte kein Österreicher besser machen

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Vai Mo – einfach nur gut essen

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Den Laden kenne ich schon lange, war jetzt eine Weile nicht da, aber nach einem halben Tag im Prenzlauer Berg ist er genau richtig, um unprätentiös, ohne chichi, zu essen.

So 16-20 Gäste passen in den kleinen Raum, vorreservieren sollte man und so manch ein ‚Vai Mo? Ich komm doch noch vorbei!’ Nachzügler bekommt vielleicht keinen Stuhl mehr. Nun denn. Die Karte bietet wechselnde Spezialitäten aus Oberitalien, wir bestellen vorweg Oliven und eingelegtes Gemüse, bekommen dazu selbst gebackenes helles und dunkles Brot und goldgelbes Olivenöl gereicht. Fängt gut an. Als Hauptspeise entscheiden wir uns für Perlhuhnbrust mit Saisongemüse, Spaghetti mit Oktopus und grünem Spargel, Tagliatelle mit Rinderragout. Als Nachspeise Panna Cotta mit karamelisierten Mandeln. Ich beschreibe das Essen gar nicht groß, die Pasta war perfekt gekocht, alles wurde bis auf den letzten Krümel verputzt und dazu gab es einen sehr trinkbaren….

Ein runder Abend, bei dem man beschwingt das Lokal

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Baba Angora – Türkisch für Fortgeschrittene

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Mein Schweizer Besuch möchte essen gehen, gerne was südländisches, nix asiatisches.

Es ist Sonntag, früher Nachmittag, viele Tische sind (wieder?) frei. Das Interieur ist gediegen und ansprechend, an den Wänden hängen Nachbildungen aus Stein von alten Reliefs. Die beiden jungen Kellner tragen schicke weiße Schürzen und wirken nicht nur professionell, sind es auch. Wir gucken interessiert auf die Teller der Nachbartische und sind animiert sehr viel zu probieren. Es kommt frisch gebackenes, ‚aufgeblasenes’ Brot mit Sesam auf einem Holzbrett, dazu Kräuterbutter und krümeligem, leicht salzigen Dorfkäse. Unsere warmen und kalten Vorspeisen bringt der Kellner auf kleinen Tellern angerichtet auf einem Tablett. Alles sieht sehr appetitlich und hübsch aus und wir reissen große Stücke von dem ofenwarmen Brot und streichen fein gewürzten Joghurt darauf, pürierten Spinat mit Knoblauchjogurt und kleinen Haselnussstückchen, scharfes Peperonipüree mit Tomaten und Zwieben, Humus

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Mariona – Die Katalanen sind die besten

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Großartig!!! Damit ist nicht viel, aber doch alles gesagt. Der Laden ist klein, unscheinbar und immer voll. Die Karte überschaubar und jeden Tag neu. Es kommt auf den Tisch, was Josep morgens auf dem Markt entdeckt und als gut befindet. Daraus werden so ein gutes Dutzend Vorspeisen, ein paar Hauptgerichte und zwei, drei Desserts kreiert. Mehr braucht es auch nicht, denn hier können sich die Köche wirklich austoben und die ganze Klaviatur der hervorragenden katalanischen Küche spielen. Die Getränkekarte ist übersichtlich, aber die Weine gut gewählt. Die Bedienung hat Ahnung (hurra!), ist aufmerksam und flott. Wir sind zum wiederholten Male in großer Runde und um das schwere Abwägen, was man denn eigentlich so essen möchte, auszuhebeln, bestellen wir einfach alle Vorspeisen (heute sind es 14) und probieren der Reihe nach durch.

Vorab gibt es Cava, Oliven und selbstgebackenes Brot mit Meersalz und dann kommen nach und nach:

Ochsenbacken auf Kichererbsenpüree, Thunfischcarpaccio

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Tavernaki – schade drum

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Die Ecke ist keine Laufgegend. Hier hofft man auf die umliegenden Anwohner und das sich mal ein Tourist verläuft, der den Weg zum Charlottenburger Schloß nicht findet. Wer hier ein Restaurant eröffnet muss was bieten, damit die Leute regelmässig kommen. Ich war voller Hoffnung, als sich nach Wochen des Leerstands jemand entschloß frischen Wind in die Gastroszene zu bringen. Endlich mal wieder ein Grieche. Die Inneneinrichtung ist übersichtlich, nicht überladen, ein paar rustikale Holztische und die für Griechenland so üblichen geflochtenen schmalen Stühle, deren Ecken einem nach einer Weile in die Beine drücken. Auf einem Regal an der Wand ein paar griechische Produkte, die man demnächst direkt hier kaufen kann. Soweit so gut, es lässt sich ganz ordentlich an. Mit den Speisekarten wird sofort ein Ouzo gereicht. Aha, ein kleiner Willkommensgruß. Draußen an der Tafel werden gegrillte Dorade und Wolfsbarsch angeboten, sowie Kalbsleber. Auf der Karte stehen weitere ca. 100

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Mar y Sol – kein Meer in Sicht und totale Sonnenfinsternis

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O.k., die Lage ist schön, direkt am Savignyplatz, mit großer, begrünter Außenterasse. Vor Jahren war ich mal hier und hatte eine mäßige Fischsuppe gegessen, dann ein weiterer Besuch, der mir als vertan im Gedächtnis geblieben ist, aber nun bin ich eingeladen und da der Laden immer voll ist, wenn ich mal dran vorbeifahre, bin ich gespannt. Die Flasche Wein ist kühl und wird im Kühlbehälter am Tisch serviert. Die Gläser sind gute Qualität. Das war’s dann aber auch. Alles andere ist eher erschreckend. Das Mädchen, welches uns draußen an dem völlig verklebten Holztisch bedient, hat Spanien wohl noch nie selbst gesehen und auch die Speisekarte ist ihr nicht sooooo geläufig. Nun denn. Wir bestellen die üblichen Tapas, die jede spanische Hausfrau aus dem Effeff beherrscht. Außergewöhnliche hat die Karte auch nicht zu bieten. Geschmortes Hähnchen mit Knoblauch (total zerkocht, das Fleisch fiel vom Knochen und letztere mussten mühselig rausgepult werden), Ziegenfrischkäse

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