Vai Mo – einfach nur gut essen

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Den Laden kenne ich schon lange, war jetzt eine Weile nicht da, aber nach einem halben Tag im Prenzlauer Berg ist er genau richtig, um unprätentiös, ohne chichi, zu essen.

So 16-20 Gäste passen in den kleinen Raum, vorreservieren sollte man und so manch ein ‚Vai Mo? Ich komm doch noch vorbei!’ Nachzügler bekommt vielleicht keinen Stuhl mehr. Nun denn. Die Karte bietet wechselnde Spezialitäten aus Oberitalien, wir bestellen vorweg Oliven und eingelegtes Gemüse, bekommen dazu selbst gebackenes helles und dunkles Brot und goldgelbes Olivenöl gereicht. Fängt gut an. Als Hauptspeise entscheiden wir uns für Perlhuhnbrust mit Saisongemüse, Spaghetti mit Oktopus und grünem Spargel, Tagliatelle mit Rinderragout. Als Nachspeise Panna Cotta mit karamelisierten Mandeln. Ich beschreibe das Essen gar nicht groß, die Pasta war perfekt gekocht, alles wurde bis auf den letzten Krümel verputzt und dazu gab es einen sehr trinkbaren….

Ein runder Abend, bei dem man beschwingt das Lokal

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Baba Angora – Türkisch für Fortgeschrittene

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Mein Schweizer Besuch möchte essen gehen, gerne was südländisches, nix asiatisches.

Es ist Sonntag, früher Nachmittag, viele Tische sind (wieder?) frei. Das Interieur ist gediegen und ansprechend, an den Wänden hängen Nachbildungen aus Stein von alten Reliefs. Die beiden jungen Kellner tragen schicke weiße Schürzen und wirken nicht nur professionell, sind es auch. Wir gucken interessiert auf die Teller der Nachbartische und sind animiert sehr viel zu probieren. Es kommt frisch gebackenes, ‚aufgeblasenes’ Brot mit Sesam auf einem Holzbrett, dazu Kräuterbutter und krümeligem, leicht salzigen Dorfkäse. Unsere warmen und kalten Vorspeisen bringt der Kellner auf kleinen Tellern angerichtet auf einem Tablett. Alles sieht sehr appetitlich und hübsch aus und wir reissen große Stücke von dem ofenwarmen Brot und streichen fein gewürzten Joghurt darauf, pürierten Spinat mit Knoblauchjogurt und kleinen Haselnussstückchen, scharfes Peperonipüree mit Tomaten und Zwieben, Humus

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Sudaka – lieber Sudoku…

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Nicht nur das Oberhaupt der Katholischen Kirche stammt aus Buenos Aires, sondern auch der Chef eines – noch relativ – neuen, aber schon ordentlich gehypten Restaurants in Berlin-Schöneberg: Eduardo Andrés Lopez, der sich in den letzten Jahren in Portugal und Berlin den nicht ganz unprätentiösen Koch-Künstlernamen Chakall gemacht hat. Und wie der Papst ist er an einer besonderen Kopfbedeckung zu erkennen – dem Turban, der offensichtlich das Kosmopolitische an seiner Vita unterstreichen soll. Sein Lokal in der Goltzstraße hat Chakall augenzwinkernd Sudaka genannt, was im Spanischen die abschätzige Bezeichnung für einen Südamerikaner ist und in etwa unserem Kanacke entspricht. Hier steht es für einen Crossover der lateinamerikanischen Küchen von Feuerland bis zum Machu Picchu.

Der scheint gut anzukommen. Am Wochenende bleibt hier in den großzügigen Räumlichkeiten mit den unverputzten Ziegelsteinen kein Tisch frei, ohne Reservierung geht gar nichts. Ganz anders am Montag

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Lavanderia Vecchia – Frisch gestärkt in Neukölln

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Die Flughafenstraße ist eine verkehrsreiche Straße in Neukölln, kein gemütlicher Ort. Kleingewerbe ist hier zuhause, und es sieht auch eher nach Arbeit aus, als wir in den zweiten Hinterhof kommen und das Lokal betreten. Ob draußen im Eingangsbereich oder drinnen – überall baumeln Wäschestücke von der Decke, karierte Küchenhandtücher und weiße, altmodisch bestickte Tischdecken – als hätte sie gerade jemand zum Trocknen auf die Leine gehängt. Wie das wohl in früheren Zeiten in der Lavanderia Vecchia, der alten Wäscherei, auch oft genug geschah. Doch macht sich das erstaunlich gut als Dekoration in dem rohverputzten Raum mit den Wänden aus Ziegelsteinen, der ansonsten mit den Holztischen (ohne Tischdecken!) allzu viel Werkstattcharakter hätte. Unkonventionell wie die Räumlichkeiten ist das Konzept der Küche: Noch bevor man sich einen Platz gesucht hat, muss man am Eingang Speis und Trank bezahlen und es stellt sich die Frage: Soll es das ganze Mittagsmenü mit drei

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Tim Raue – Sterne gucken

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Sein Ruf ist vielversprechend, seine Webseite einladend, die Adresse ungewöhnlich. Was in aller Welt macht ein Sternerestaurant in dieser Ecke?

Was solls, wir gehen hin. Das Interieur ist unprätentiös aber schick. An der Wand das riesige Foto eines überquellenden Mülleimers. Irritierend, aber mir gefällt gegensätzliches. Der Chef ist jung, rundlich (ist aber am Abnehmen, sagt er) und anhand seiner verlockenden Beschreibung dessen was wir essen werden, läuft uns das Wasser im Mund zusammen. Ich erwähne an dieser Stelle gar nicht erst was wir gegessen haben, es hat keinen Zweck, denn das Menue wechselt ständig. Soviel sei gesagt: Es war grandios und jeden Cent wert. Wir sprechen hier von Sterneküche und die kommt auch in Berlin nicht preiswert daher. Aber wer Lust auf exquisite asiatische Fusionsküche hat mit unerwarteten Kombinationen, für’s Auge arrangiert, für den Gaumen perfekt abgestimmt und dazu noch super Service, der sollte hierherkommen.

Reservierung unabdingbar!

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