Osteria Sippy – erster Versuch

Sippy

Ich mach es kurz: Es ist WM Spiel Tag und Italien hat gerade gegen Costa Rica verloren. Nicht gerade der richtige Tag einen Italiener auszuprobieren, aber unsere Freunde schwärmten und freitags sollte es hier immer italienische Live-Musik geben.

Heute nicht, denn heute gilt die ganze sehr laute Aufmerksamkeit dem WM Beamer.

Die Kellner sind unaufmerksam, die Küche auch nicht so ganz auf dem Posten… Rundum: Wir werden wohl mal wiederkommen müssen, denn heute hat uns der Einstand nicht überzeugt. Vorspeiseteller o.k., aber nichts wirklich dolles, mein Heilbutt nicht als Filet, sondern einfach drei Scheiben davon, voller Gräten, zu weich und nervig zu essen, das riesige Kalbskotelett zu früh vom Grill genommen, die Mitte noch so roh, dass die Messer das Fleisch kaum schneiden können…

Also, wir versuchen es ein zweites Mal nach der WM.

€€
Osteria Sippy
www.sippy-osteria.com
Sanderstr. 10 a /Neukölln
U-Bhf Schönleinstrasse

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Vai Mo – einfach nur gut essen

vaimo

Den Laden kenne ich schon lange, war jetzt eine Weile nicht da, aber nach einem halben Tag im Prenzlauer Berg ist er genau richtig, um unprätentiös, ohne chichi, zu essen.

So 16-20 Gäste passen in den kleinen Raum, vorreservieren sollte man und so manch ein ‚Vai Mo? Ich komm doch noch vorbei!’ Nachzügler bekommt vielleicht keinen Stuhl mehr. Nun denn. Die Karte bietet wechselnde Spezialitäten aus Oberitalien, wir bestellen vorweg Oliven und eingelegtes Gemüse, bekommen dazu selbst gebackenes helles und dunkles Brot und goldgelbes Olivenöl gereicht. Fängt gut an. Als Hauptspeise entscheiden wir uns für Perlhuhnbrust mit Saisongemüse, Spaghetti mit Oktopus und grünem Spargel, Tagliatelle mit Rinderragout. Als Nachspeise Panna Cotta mit karamelisierten Mandeln. Ich beschreibe das Essen gar nicht groß, die Pasta war perfekt gekocht, alles wurde bis auf den letzten Krümel verputzt und dazu gab es einen sehr trinkbaren….

Ein runder Abend, bei dem man beschwingt das Lokal

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Ars vivendi – die etwas fragwürdige Lebenskunst

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Der Name Ars Vivendi – zu Deutsch Lebenskunst – klingt vielversprechend, vor allem, wenn es sich um einen Italiener handelt. Mit entsprechend hohen Erwartungen betreten wir an einem Freitagmittag das Lokal in der Holsteinischen Straße in Wilmersdorf. Die Einrichtung ist unprätentiös, an rotkarierten Tischdecken sitzen einige Zeitung lesende Herren, Paare und andere Gäste, bei denen es sich offensichtlich überwiegend um Stammkunden handelt. Blickfang ist die opulente Vitrine, die das Repertoire der Küche zur Schau stellt: eine große Auswahl an Antipasti, Käse- und Wurstspezialitäten und das, was das Ars Vivendi besonders auszeichnet – die hausgemachte Pasta. Ob Spaghetti, Tagliatelle, Ravioli mit Ricotta- und Steinpilz- oder Zucchini-Füllung – alles wird an Ort und Stelle gemacht. Davon zeugt eine entsprechende Maschine im Nebenraum, die der Wirt auch zeitweise betätigt. Soweit wirkt alles einladend. Und auch die überschaubaren Tafel mit den Tagesgerichten – eine

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Lavanderia Vecchia – Frisch gestärkt in Neukölln

lavalogo

Die Flughafenstraße ist eine verkehrsreiche Straße in Neukölln, kein gemütlicher Ort. Kleingewerbe ist hier zuhause, und es sieht auch eher nach Arbeit aus, als wir in den zweiten Hinterhof kommen und das Lokal betreten. Ob draußen im Eingangsbereich oder drinnen – überall baumeln Wäschestücke von der Decke, karierte Küchenhandtücher und weiße, altmodisch bestickte Tischdecken – als hätte sie gerade jemand zum Trocknen auf die Leine gehängt. Wie das wohl in früheren Zeiten in der Lavanderia Vecchia, der alten Wäscherei, auch oft genug geschah. Doch macht sich das erstaunlich gut als Dekoration in dem rohverputzten Raum mit den Wänden aus Ziegelsteinen, der ansonsten mit den Holztischen (ohne Tischdecken!) allzu viel Werkstattcharakter hätte. Unkonventionell wie die Räumlichkeiten ist das Konzept der Küche: Noch bevor man sich einen Platz gesucht hat, muss man am Eingang Speis und Trank bezahlen und es stellt sich die Frage: Soll es das ganze Mittagsmenü mit drei

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Grünfisch – kein bisschen fischig

gruenfisch

Eines meiner Lieblingsitaliener ist umgezogen, aber Kreuzberger geblieben. Vom touristenumtosten Bergmannkiez in den angesagten Gräfekiez. Das Inhaber Duo sind ein Italiener – der in der Küche das Zepter schwingt – und ein Vietnamese, verantwortlich für den reibungslosen Ablauf und die Wohlfühlatmosphäre im Restaurant. Eine perfekte Kombination die auch auf der Speisekarte ihre Spuren hinterlässt. Moderne italienische Küche mit sizilianischen Wurzeln und asiatischen Einflüssen. Man sollte mit den ‚sizilianischen Antipasti’ starten. Arrangiert wie ein Gemälde liegen auf dem Teller delikat ummantelter Ziegenkäse, hauchdünner marinierter Tintenfisch, mit Pilzen gefüllte Reisbällchen, Bresaola mit Auberginencreme, Scampis und mehr… Nicht das, was man sonst unter Antipasti versteht, oder? Auf der Karte stehen feiner Fisch, leckere hausgemachte Pasta, perfekt zubereitete Fleischvariationen und köstliche Desserts. Die Gänge der vorgeschlagenen Menues sind in perfekter

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Dante – Cuccina siciliana

Dante

Es gibt viele gute Italiener in Berlin, aber Sandro und sein Team haben es geschafft ihr Restaurant zu meinem zweiten Zuhause zu machen. Der Standard ist immer hoch, der Service immer freundlich und herzlich und die Preise absolut o.k. Wer im Winter hierherkommt sollte sich einen Tische direkt im Eingangsbereich sichern, besonders die, die ein paar Worte italienisch sprechen. Man hat hier einfach mehr Spaß, wenn man einen Blick in die Küche werfen kann und dem Barmann beim jonglieren zusieht.

Im Sommer ist die große Terrasse geöffnet und man kann durch das Grün die vorbeiziehenden Schiffe auf der Spree beobachten. Die Küche teilen sich ein Pizzabäcker und Diego. Die Pizzen sind riesig, der Boden dünn genug um lecker zu sein und dick genug, dass der saftige Belag oben auf ihn nicht durchweicht. Der Mann versteht sein Handwerk. Diego macht dafür den Großteil der Pasta selbst und den ganzen Rest, inklusive feiner Desserts. Die Empfehlungen der Küche wechseln ständig, aber sollten

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