Osteria Sippy – erster Versuch

Sippy

Ich mach es kurz: Es ist WM Spiel Tag und Italien hat gerade gegen Costa Rica verloren. Nicht gerade der richtige Tag einen Italiener auszuprobieren, aber unsere Freunde schwärmten und freitags sollte es hier immer italienische Live-Musik geben.

Heute nicht, denn heute gilt die ganze sehr laute Aufmerksamkeit dem WM Beamer.

Die Kellner sind unaufmerksam, die Küche auch nicht so ganz auf dem Posten… Rundum: Wir werden wohl mal wiederkommen müssen, denn heute hat uns der Einstand nicht überzeugt. Vorspeiseteller o.k., aber nichts wirklich dolles, mein Heilbutt nicht als Filet, sondern einfach drei Scheiben davon, voller Gräten, zu weich und nervig zu essen, das riesige Kalbskotelett zu früh vom Grill genommen, die Mitte noch so roh, dass die Messer das Fleisch kaum schneiden können…

Also, wir versuchen es ein zweites Mal nach der WM.

€€
Osteria Sippy
www.sippy-osteria.com
Sanderstr. 10 a /Neukölln
U-Bhf Schönleinstrasse

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Basim – Bitte lächeln

Basim

„Für mich das am meisten unterschätzte Restaurant im Kiez“, sagt ein Journalist in seiner Kolumne. Sein Kommentar in der Berliner Zeitung macht neugierig und prompt schlagen wir wenig später mehr aus Zufall dort auf. Die Inneinrichtung ist reduziert aufs Wesentliche. Helle Holztische, heller Boden, Stühle mit bequemen Kissen darauf, die Dekoration sind dicke Kerzen. Das Licht verbreitet eine schöne warme Stimmung und lässt einen doch sehr gut erkennen was auf dem Teller liegt.  Der Koch Basim Badr ist offensichtlich kein Berliner und das tut der regionalen, saisonalen Küche sehr gut, denn es gibt ihr den speziellen Kick. Die Speisekarte liest sich interessant. Wir entschließen uns für Weinbergschnecken, Kalbsschnitzel‚ eine Käseplatte und ein Dessert. Die Schnecken sind ‚enthaust’, in einem feinen Kräutersud gekocht und haben genau die richtige Konsistenz, sind nicht gummi und nicht zu durch – perfekt. Das Kalbschnitzel hätte kein Österreicher besser machen

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Tavernaki – schade drum

tavernaki

Die Ecke ist keine Laufgegend. Hier hofft man auf die umliegenden Anwohner und das sich mal ein Tourist verläuft, der den Weg zum Charlottenburger Schloß nicht findet. Wer hier ein Restaurant eröffnet muss was bieten, damit die Leute regelmässig kommen. Ich war voller Hoffnung, als sich nach Wochen des Leerstands jemand entschloß frischen Wind in die Gastroszene zu bringen. Endlich mal wieder ein Grieche. Die Inneneinrichtung ist übersichtlich, nicht überladen, ein paar rustikale Holztische und die für Griechenland so üblichen geflochtenen schmalen Stühle, deren Ecken einem nach einer Weile in die Beine drücken. Auf einem Regal an der Wand ein paar griechische Produkte, die man demnächst direkt hier kaufen kann. Soweit so gut, es lässt sich ganz ordentlich an. Mit den Speisekarten wird sofort ein Ouzo gereicht. Aha, ein kleiner Willkommensgruß. Draußen an der Tafel werden gegrillte Dorade und Wolfsbarsch angeboten, sowie Kalbsleber. Auf der Karte stehen weitere ca. 100

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Lavanderia Vecchia – Frisch gestärkt in Neukölln

lavalogo

Die Flughafenstraße ist eine verkehrsreiche Straße in Neukölln, kein gemütlicher Ort. Kleingewerbe ist hier zuhause, und es sieht auch eher nach Arbeit aus, als wir in den zweiten Hinterhof kommen und das Lokal betreten. Ob draußen im Eingangsbereich oder drinnen – überall baumeln Wäschestücke von der Decke, karierte Küchenhandtücher und weiße, altmodisch bestickte Tischdecken – als hätte sie gerade jemand zum Trocknen auf die Leine gehängt. Wie das wohl in früheren Zeiten in der Lavanderia Vecchia, der alten Wäscherei, auch oft genug geschah. Doch macht sich das erstaunlich gut als Dekoration in dem rohverputzten Raum mit den Wänden aus Ziegelsteinen, der ansonsten mit den Holztischen (ohne Tischdecken!) allzu viel Werkstattcharakter hätte. Unkonventionell wie die Räumlichkeiten ist das Konzept der Küche: Noch bevor man sich einen Platz gesucht hat, muss man am Eingang Speis und Trank bezahlen und es stellt sich die Frage: Soll es das ganze Mittagsmenü mit drei

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Bar Raval – Barcelona trifft Berlin

barraval

Eine gute Tapas Bar in Berlin zu finden ist gar nicht so einfach, aber im Raval wird man fündig. Die Karte umfasst die traditionellen Favoriten wie patatas bravas (Kartoffeln mit scharfer Sauce),  pimientos de padron (kleine grüne, zum Teil höllisch scharfe Paprika mit Salz), tortilla española (span. Kartoffelomelett) bis hin zu eigenen Kreationen wie tataki vom iberischen Schwein, Avocado-Tomaten-Champignon Sala, Gazpacho mit Melone und viele, viele mehr abhängig von der Saison . Nicht saisonabhängig ist die Paella. Jeden ersten Montag im Monat bringt der valencianische Koch diese auf den Tisch des Hauses.

Zum guten Essen gehört gutes Trinken. Weine und Cavas aus ganz Spanien stehen auf der Karte. Das Raval ist trendy und chic, ebenso ist das Klientel. Also: Bitte aufhübschen, meine Damen und Herren.

€-€€
Bar Raval barraval.de
Lübbener Str. 1 / Kreuzberg
U 1 Görlitzer Bahnhof

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Grünfisch – kein bisschen fischig

gruenfisch

Eines meiner Lieblingsitaliener ist umgezogen, aber Kreuzberger geblieben. Vom touristenumtosten Bergmannkiez in den angesagten Gräfekiez. Das Inhaber Duo sind ein Italiener – der in der Küche das Zepter schwingt – und ein Vietnamese, verantwortlich für den reibungslosen Ablauf und die Wohlfühlatmosphäre im Restaurant. Eine perfekte Kombination die auch auf der Speisekarte ihre Spuren hinterlässt. Moderne italienische Küche mit sizilianischen Wurzeln und asiatischen Einflüssen. Man sollte mit den ‚sizilianischen Antipasti’ starten. Arrangiert wie ein Gemälde liegen auf dem Teller delikat ummantelter Ziegenkäse, hauchdünner marinierter Tintenfisch, mit Pilzen gefüllte Reisbällchen, Bresaola mit Auberginencreme, Scampis und mehr… Nicht das, was man sonst unter Antipasti versteht, oder? Auf der Karte stehen feiner Fisch, leckere hausgemachte Pasta, perfekt zubereitete Fleischvariationen und köstliche Desserts. Die Gänge der vorgeschlagenen Menues sind in perfekter

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