Tavernaki – schade drum

Die Ecke ist keine Laufgegend. Hier hofft man auf die umliegenden Anwohner und das sich mal ein Tourist verläuft, der den Weg zum Charlottenburger Schloß nicht findet. Wer hier ein Restaurant eröffnet muss was bieten, damit die Leute regelmässig kommen. Ich war voller Hoffnung, als sich nach Wochen des Leerstands jemand entschloß frischen Wind in die Gastroszene zu bringen. Endlich mal wieder ein Grieche. Die Inneneinrichtung ist übersichtlich, nicht überladen, ein paar rustikale Holztische und die für Griechenland so üblichen geflochtenen schmalen Stühle, deren Ecken einem nach einer Weile in die Beine drücken. Auf einem Regal an der Wand ein paar griechische Produkte, die man demnächst direkt hier kaufen kann. Soweit so gut, es lässt sich ganz ordentlich an. Mit den Speisekarten wird sofort ein Ouzo gereicht. Aha, ein kleiner Willkommensgruß. Draußen an der Tafel werden gegrillte Dorade und Wolfsbarsch angeboten, sowie Kalbsleber. Auf der Karte stehen weitere ca. 100>>   read more / weiterlesen

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Mar y Sol – kein Meer in Sicht und totale Sonnenfinsternis

O.k., die Lage ist schön, direkt am Savignyplatz, mit großer, begrünter Außenterasse. Vor Jahren war ich mal hier und hatte eine mäßige Fischsuppe gegessen, dann ein weiterer Besuch, der mir als vertan im Gedächtnis geblieben ist, aber nun bin ich eingeladen und da der Laden immer voll ist, wenn ich mal dran vorbeifahre, bin ich gespannt. Die Flasche Wein ist kühl und wird im Kühlbehälter am Tisch serviert. Die Gläser sind gute Qualität. Das war’s dann aber auch. Alles andere ist eher erschreckend. Das Mädchen, welches uns draußen an dem völlig verklebten Holztisch bedient, hat Spanien wohl noch nie selbst gesehen und auch die Speisekarte ist ihr nicht sooooo geläufig. Nun denn. Wir bestellen die üblichen Tapas, die jede spanische Hausfrau aus dem Effeff beherrscht. Außergewöhnliche hat die Karte auch nicht zu bieten. Geschmortes Hähnchen mit Knoblauch (total zerkocht, das Fleisch fiel vom Knochen und letztere mussten mühselig rausgepult werden), Ziegenfrischkäse>>   read more / weiterlesen

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Toca Rouge – Enttäuschung gefällig?

Total gehypt und überbewertet. Das Interieur ist extravagant, ja, aber mehr auch nicht. Die Tische sind klein, zu zweit mehrere Vorspeisen probieren, würde ein Platzproblem bedeuten. Ausserdem sähe man teilweise nix mehr, da die LED Lampe nur sehr gezielt einen Kegel Licht auf den Tisch wirft – groß genug für 2 Teller und 2 Gläser. Die Speisen haben lustige Namen wie Making Sense, Seven Seconds, Mao’s Darling, A Better Tomorrow… Wir probieren Pretty Woman, Kohlrabi und Streifen vom Huhn in Honig Fisch Sauce, was sich als sehr langweilig schmeckend entpuppt, gäbe es nicht 3-4 Chilistückchen dazwischen. Mein Bruder isst Spider Beef, Roastbeef in scharfer Koriandersauce, was o.k. ist, als Hauptgericht gibt’s Long Life, Mandarinnudeln mit zu kurz frittierten Hühnchenstücken und einer zu sauren Sesam-Knoblauch Sauce und Chop Chop, so klein gefitzeltes Lamm, dass man das unter all der Minzsauce nicht mehr schmecken kann. Nee Leute, so nicht. Dann wird es halt>>   read more / weiterlesen

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El Borriquito – Bogen drum machen

Schade, schade, schade… In diesem Laden habe ich oft rumgehangen. Man kann essen und trinken bis 5 Uhr morgens, immer hat irgendwann irgendjemand Musik gespielt, aber nein… ich komme nicht mehr hierher. Wenn nicht die spanisch/südamerikanischen Kellner wären, die kitschige Dekoration bestehend aus Stierkampfplakaten, Eselfiguren (siehe Name), den getrockneten Paprika, spanischen Flaggen und Fußballemblemen, es könnte ein Touristenschuppen in einem Hostel sein. Nicht nur die Klientel hat sich verändert, das Essen ist mittlerweile inakzeptabel. Ein Blick in die Küche beweist: Hier kocht kein Spanier mehr. Keine señora und kein señor die für ihre Paelle stadtbekannt sind; die wissen wie fein die Sardinien in Mehl gewendet werden, bevor sie in der Friteuse landen; die einen Käse nicht schwitzend in der Küche stehen lassen, sodass er völlig geschmacksfrei wird; die einen Jamon Serrano so dünn schneiden können, das allein dies ihn schon von einem herkömmlichen Schinken>>   read more / weiterlesen

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